Historische Dokumente

Pflegerschloss

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1694 Johann Kastulus Adolf Ernst wird in Vohburg als Pflegkommissar tätig

1715/16 Pflegkomissar Ernst kehrt scheinbar erst nach dem Frieden von Rastatt und Abzug der kaiserlichen Besatzung nach Vohburg zurück, wo er keine angemessene Behausung mehr vorgefunden hatte

1721 Eine Tafel im Erdgeschoss verweist auf die Erbauung des Gebäudes durch genannten Pflegkommisar Johann Kastulus Adolf Ernst in diesem Jahr; Er erbaut das Gebäude auf Privatkosten, Kurfürst Maximilian Emanuel schenkt ihm jedoch das Grundstück und Bauholz

1740 Nach ganzen 46 Jahren Dienst legt Pflegkommissar Ernst das Amt nieder; sein Sohn Johann Kasimir Ernst übernimmt

1749 Johann Kasimir Ernst verstirbt früh und hinterlässt die Witwe Maria Elisabeth. Diese wiederum ehelichte dann den Juristen Johann Alois Kropf, der dann das Amt des Pflegkomissars innehatte

1778 Pflegkommissar Kropf verstirbt; Max Joseph Edler von Schmädel, Hofkammerrat und später auch Vohburger Kastner, übernimmt das Amt

1785 Pflegkommissar von Schmädel erkauft das Pflegschloss, das sich noch im Besitz von Franz Konrad Ernst befindet, im November als Eigentum für 2.000 fl und lässt laut einer Inschrift bauliche Veränderungen durchführen

1796 Die Generäle Lambert und Joba nehmen hier Quartier

1799 Aus dem Pfleggericht wird Landgericht

1800 Ein Lageplan überliefert einen nördlichen und südlichen Anbau

1803 Mit der Pensionierung Schmädels wird das Landgericht Vohburg aufgehoben und zum Landgerichtsbezirk Ingolstadt geschlagen

1808 Der Staat erwirbt das Haus, um dort das Vohburger Rentamt einzurichten

1809 Napoleon Bonaparte übernachtet im April in dem Schloss

1814 Das Rentamt wird aufgelöst; aufgrund des Verdachts einer ansteckenden Krankheit wird das Gebäude geschlossen

1816 Der Bierbrauer Joseph Werner erkauft das Gebäude

1845 Das Gebäude wird an den Maurermeister Joseph Häusler verkauft, welcher es an eine Arztpraxis mit Wohnung vermietet

1885 Isaak Öttinger erwirbt das Haus und verkauft es direkt weiter an die Ulrich-Steinberger-Stiftung, die dort ein Krankenhaus einrichtet

20. Jhd. Mehrere Renovierungen und Einbauten werden im laufe der Zeit durchgeführt, so erhält das Haus z.B. eine elektrische Wasserpumpe und eine Warmwasseranlage

1948/49 Das Gebäude wird nach Kriegsschäden Instand gesetzt

1958 Der Krankenhausbetrieb wird eingestellt und noch im gleichen Jahr wird das Gebäude als Kreisaltenheim eröffnet

1985 Auflassung des Kreisaltenheims und Abbruch des Wohntrakts
 

Maria Immaculata

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Die Figur ist - vermutlich seit ihrerEntstehung - in einer Mauernischean der Ostfassade des ehemaligenPflegerschlosses aufgestellt. Sie ist aus Laubholz geschnitzt und rückseitig nicht ausgehöhlt. Heiligenschein mit Sternen, Zepter und Mondsichel sind aus Metall gefertigt und wohl noch ursprünglich.
 

Der Wasserturm

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Er wurde 1959 erbaut und diente bis Ende 2009 als Trinkwasserbehälter. Er fasste die Tagesmenge des damaligen Wasserverbrauchs (200 m³). Damit er sich in das Areal einfügte wurde er aus dem gleichen Material wie die Burgmauer erstellt. Er hat die Größe von 9m x 9m und eine Höhe von ca. 25m.128 Stufen führen zur Standfläche über dem Wasserbehälter.
 

Der Brunnen am Wasserturm

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Wichtig für jede Burg war es, eine ausreichende Wasserversorgung zu haben, darum war ein Brunnen in einer Burganlage lebensnotwendig. Der Brunnen wurde bei Ausgrabungsarbeiten entdeckt und renoviert, allerdings liefert er kein Wasser mehr.

 

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